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„tegut… Lädchen für alles“ ist in Gieselwerder angekommen
Gieselwerder. Seit nunmehr einem Jahr betreibet die Baunataler Diakonie Kassel (BDK) gemeinsam mit der Lebensmittelkette tegut… in Gieselwerder ein „Lädchen für alles“. Neben den Dingen des täglichen Bedarfs sind es vor allem die Bioprodukte, die von den Kunden gekauft werden. Eine Besonderheit an dem „Lädchen für alles“: Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammen.
Feier mit den Kunden
Das „Lädchen für alles“ in Gieselwerder hat sich zu einem Treffpunkt für den ganzen Ort entwickelt. Zur Feier des einjährigen Jubiläums konnten die Kunden es sich bei Bratwurst aus eigener Produktion der BDK und Getränken in dem vom Roten Kreuz aufgebauten Zelt vor dem „Lädchen für alles“ gemütlich machen. „Das Lädchen tut dem gesamten Ort gut“, sagt ein Kunde, der im Geschäft gerne seinen Kaffee trinkt und Bekannte trifft. Verschiedene Aktionen, Angebote und ein Glücksrad rundeten den Tag für die Besucher ab.
Erfahrungen gemacht, Erwartungen erfüllt
Anfang 2011 waren die BDK und tegut… mit dem Ziel gestartet, die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und gleichzeitig Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung zu schaffen. „Diese Erwartungen haben wir voll erfüllt“, erklärt Burkhard Finke, verantwortlicher Mitarbeiter der BDK. Auf das besondere Engagement der Gemeinde verweisen Manuela Herz und Knut John von tegut…: Es sei wirklich beeindruckend, mit wie viel Einsatz das „Lädchen“ begleitet wird. Politiker und Bevölkerung ziehen gemeinsam an einem Strang, um die Lebensqualität in Gieselwerder zu erhalten und möglichst noch zu erhöhen.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
In den vergangenen Monaten arbeiteten auch immer wieder Menschen mit Behinderung in dem „Lädchen für alles“. Es zeigte sich aber, dass es nicht einfach ist, einen Beschäftigten aus den geschützten Bereichen der Werkstätten oder der DIAkom in die täglichen Abläufe im Lädchen zu integrieren. Seit dem 1. Februar hat Dirk Hartmann hier seinen sogenannten ausgelagerten Arbeitsplatz gefunden. Die Arbeit im „Lädchen für alles“ macht ihm besonders viel Spaß. „Ich kann hier auch meine persönlichen Möglichkeiten austesten“, erklärt Rita Gall. Sie kommt aus der DIAkom in Hofgeismar und befindet sich derzeit in der Arbeitserprobung im „Lädchen“. Das erklärte Ziel der Geschäftsführung ist es, dass ab diesem Jahr zwei Menschen mit Behinderung dauerhaft hier arbeiten können. |